Sichere private Cloud einrichten

Eine sichere private Cloud einzurichten ergibt in vielerlei Hinsicht Sinn. Keiner möchte, dass eigene private Dokumente, Bilder und Videos unverschlüsselt auf Servern irgendwo auf der Welt gespeichert werden.

In einem Artikel von Chip.de werden 3 Optionen zur Einrichtung einer privaten Cloud vorgeschlagen. Die 4. Option wurde von uns noch ergänzt. Nachfolgend haben wir die Optionen hier zusammenfassen und kurz gegenüberstellen.

Option 1: Festplatte am DSL-Router

Sichere private Cloud einrichten (Router)

Eine im DSL-Router integrierte Software erlaubt es, über das Internet auf die Dateien auf der angeschlossenen externen Festplatte zuzugreifen. Diese Lösungen sind oft langsam und bieten über den puren Dateizugriff keine Zusatzfunktionen an, wie etwa das Teilen von Dateien mit anderen Leuten. Wenn die Festplatte kaputt geht, sind die Dateien verloren. Zudem erlaubt nicht jeder Internetanbieter Zugriff auf solche privaten Clouds zu Hause.

Option 2: NAS ans Netz bringen

Viele NAS-Anbieter liefern inzwischen Software mit, um die Daten auf dem NAS ins Internet zu bringen. Die mitgelieferten Lösungen bieten zwar mehr Funktionen als die Lösungen über einen DSL-Router, bleiben aber dennoch hinter den Funktionsumfängen Sichere private Cloud einrichten (NAS)einer vollwertigen Cloud zurück. Zudem kommt es vor, dass NAS-Hersteller den Support für ältere Geräte einfach einstellen. Du bringst Deine Daten dann möglicherweise über eine veraltete Software ins Internet, die schnell zu einem Sicherheitsrisiko werden kann. Zudem erlaubt nicht jeder Internetanbieter Zugriff auf solche privaten Clouds zu Hause.

Option 3: ownCloud betreiben

ownCloud LogoownCloud ist eine Cloud-Software, die es mit Dropbox und Co. gleichzieht. Sie ist Open Source – das bedeutet jeder kann den Programmcode einsehen und nutzen. Mit einer privaten ownCloud kannst Du nicht nur Dateien synchronisieren und etwa auf dem Smartphone offline verfügbar machen. Du kannst auch mehrere Benutzerzugänge verwalten, Daten zwischen den Benutzern teilen oder die Cloud mit Add-Ons zu Deiner persönlichen Informationszentrale ausbauen. Die Nachteile sind das erforderliche IT-Wissen, um einen Webserver mit ownCloud sicher zu betreiben und der oft unbekannte Server-Standort, gerade wenn günstige Hosting-Anbieter verwendet werden.

Option 4: Nextcloud betreiben

Nextcloud Logo

In 2016 hat der ehemalige ownCloud Entwicklungsleiter Frank Karlitschek Nextcloud gegründet. Nextcloud ist eine konsequente Weiterentwicklung von ownCloud. Aus unserer Sicht ist Nextcloud bzgl. Performance und neuen Features ownCloud vorzuziehen.

Fazit

Für die ersten zwei Optionen benötigst Du die entsprechende Hardware, um eine Cloud über den DSL-Router oder Dein NAS einzurichten. Abhängig von Deinem Internetanbieter funktioniert die Cloud zu Hause bei den ersten beiden Optionen eventuell nicht. Die vorgeschlagenen Lösungen, ownCloud oder Nextcloud zu betreiben ist nur für IT-Profis möglich, da Serverkenntnisse und Updatestrategien erforderlich sind. Beispielsweise müssen Sicherheitsupdates regelmäßig aufgespielt werden. Somit kommt für viele Anwender die private Cloud nicht infrage. Hier setzen wir an: Mit Wolkesicher kann Jedermann die Vorteile einer privaten Cloud auf Basis Nextcloud nutzen – ohne den administrativen Aufwand und das nötige technische Know-How aufbringen zu müssen:

Sichere private Cloud einrichten

Deine sichere private Cloud (Nextcloud) selbst einrichten

Mit drei einfachen Schritten startest Du auch ohne IT-Kenntnisse Deine sichere private Cloud (Nextcloud). Jetzt kostenlos testen!

  1. Eine Wolkesicher Cloud auswählen.
  2. Erforderliche Kontaktinformationen eintragen, Cloud-Wunschname auswählen und Cloud registrieren.
  3. Einloggen und über die Weboberfläche die ersten Daten hochladen. 
    • Private Cloudfür private Nutzer

    • 10 bis 130 GB
      Speicher
    • zur Übersicht
    • Business Cloudfür gewerbliche Nutzer

    • 50 bis 300 GB
      Speicher
    • zur Übersicht

Viel Spaß mit Deiner Wolkesicher-Cloud!

 



*) Abhängig von der gewählten Cloud. Ab Premium Silber (Private Cloud) und Business Small (Business Cloud) beinhaltet.

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9 Kommentare zu “Sichere private Cloud einrichten
  1. SpeedTest sagt:

    Hallo,
    kann man auf den Speicher auch per WebDAV zugreifen?
    Gruß
    Jan

  2. Klaus Koch sagt:

    Hallo,
    1) kann man auch den Zugriff zwischen den Benutzern teilen und jedem eigene Passworte geben, so dass ein Benutzer nur auf die für ihn freigegebenen Dateien/Ordner zugreifen ksnn?
    2) sind in einem solchen Fall alle Dateien/Ordner für alle sichtbar oder nur die zugeordneten?
    3) kann man Zugriffsrechte vergeben (nur lesen/kopieren/ändern) und kann das protokolliert werden?

    • Christoph sagt:

      Hallo,

      zu 1): In der Cloud können weitere Benutzer eingerichtet werden. Diese Nutzer haben dann ihre eigenen Dateien/ Ordner. Dateien/ Ordner können von Nutzer zu Nutzer oder von einem an mehrere Nutzer geteilt werden. Wird das Teilen aufgehoben, verlieren die entsprechenden Nutzer den Zugriff auf die Dateien wieder.
      zu 2): Jeder Nutzer der Cloud sieht nur seine eigenen und die mit ihm geteilten Dateien/Ordner.
      zu 3): Pro Teilvorgang (also pro Nutzer) kann festgelegt werden, ob der Nutzer die Dateien/Ordner lesen/ erstellen/ verändern/ löschen/ weiter teilen darf. Welche Art von Protokollierung wäre denn nötigt? Beispiel?

      Viele Grüße
      Christoph

      • Klaus Koch sagt:

        Hallo Christoph,
        das hört sich ja sehr gut an und ist für unsere Zwecke bestimmt geeignet.
        2 Zusatzfragen:
        1) Wenn ich das richtig verstehe, ist für die PC-Seite nur ein Browser nötig, egal auf welchem Betriebssystem. D.h. dass auch ein „Apfel“-PC-User seine Dateien dort ablegen kann.
        2) Der Systemmanager kann aber auf alle Dateien zugreifen, oder?
        Gruß aus Hamburg
        Klaus

        • Klaus Koch sagt:

          Hallo Christoph,
          Protokollierung wäre aus meiner Sicht mindestens nötig, wer wann welche Datei geladen bzw. geändert (und unter gleichem Namen wieder hochgeladen) hat.

          • Christoph sagt:

            Hallo Klaus,

            Genau, es reicht ein einfacher Webbrowser. Das funktioniert auch über Smartphones. Weiterhin gibt es für Dateisynchronosation für Win/Mac/Linux Desktop-Clients zur automatischen Synchronisation. Für Smartphones empfehle ich Dir die kostenlose Nextcloud-App, die kompatibel zu Wolkesicher ist. In diesem Video siehst Du z. B. die Einrichtung eines Desktop-Clients: https://youtu.be/_ub3hZ5GtEA

            Damit ein Systemverwalter Zugriff auf alle Daten hat, muss er eine Ordnerstuktur anlegen und diese mit den anderen Nutzern teilen. Wenn die Nutzer die Daten allerdings nicht in diese freigegebenen Ordner speichern, hat er kein Zugriff darauf.

            Es gibt eine Aktivitatenübersicht und eine E-Mailbenachrichtigung. Dort ist zu sehen, wer welche Datei (in den freigegebenen Ordnern) erstellt, gelöscht, geändert hat.

            Viele Grüße
            Christoph

  3. Klaus sagt:

    Hallo Christoph,
    letzte Frage.
    1) Gibt es oder kennt ihr ein „Synchronisierungsprogramm“, das die Daten zwischen PC und Cloud aktuell hält (Richtung PC nach Cloud würde genügen, da Archiv)?
    2) Wir sind eine Tennisabteilung in einem (kleinen) gemeinnützigen Verein. Gilt für uns trotzdem der Tarif Privatnutzer?
    Gruß
    Klaus

    • Christoph sagt:

      Hallo Klaus,

      eine automatische Synchronisation kannst Du mit dem ownCloud Desktop Client einrichten, siehe Video weiter oben in den Kommentaren. Runterladen kannst Du ihn kostenlos hier. Zu Deiner anderen Frage bekommst Du in Kürze eine E-Mail.

      Viele Grüße
      Christoph

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